Einzug Diamantene Konfirmandinnen und Konfirmanden
Begrüßung
Lied: EG 449, 1-3 Die güldne Sonne voll Freud und Wonne
Votum: Im Namen …
Gem.: Amen
Psalm 103 (EG+ 175; Leitvers EG 337 statt „Lobe den Herrn“) Leitvers „Lobet und preiset ihr Völker den Herrn…"
1. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!
2. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:
1. der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen,
2. der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit
Alle: Leitvers „Lobet und preiset ihr Völker den Herrn…“
1. Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte.
2. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat.
Alle: Leitvers „Lobet und preiset ihr Völker den Herrn…“
1. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, lässt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten.
2. So fern der Morgen ist vom Abend, lässt er unsre Übertretungen von uns sein.
1.Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten.
2. Lobet den Herrn, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft! Lobe den Herrn, meine Seele!
Alle: Leitvers „Lobet und preiset ihr Völker den Herrn…“
Kommt, lasst uns den Herrn anbeten!
Gem.: Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen
Kyrie-Gebet: Darum rufe ich zu dir
Gem.: Herr, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herr, erbarm dich über uns
Gnadenzuspruch: … Ehre sei dir, o Herr!
Gem.: Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen. Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende
Gebet: … Ewigkeit!
Gem.: Amen
Schriftlesung aus Epheserbrief 1, 3-7 (Hoffnung für alle)
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns mit seinem Geist reich beschenkt und uns durch Christus Zugang zu seiner himmlischen Welt gewährt. Schon vor Beginn der Welt, von allem Anfang an, hat Gott uns, die wir mit Christus verbunden sind, auserwählt. Er wollte, dass wir zu ihm gehören und in seiner Gegenwart leben, und zwar befreit von aller Sünde und Schuld. Aus Liebe zu uns hat er schon damals beschlossen, dass wir durch Jesus Christus seine eigenen Kinder werden sollten. Dies war sein Plan, und so gefiel es ihm. Mit all dem sollte Gottes herrliche, unverdiente Güte gepriesen werden, die wir durch seinen geliebten Sohn erfahren haben. Durch Christus, der sein Blut am Kreuz vergossen hat, sind wir erlöst, sind unsere Sünden vergeben. Und das verdanken wir allein Gottes unermesslich großer Gnade.
Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren!
Gem.: Halleluja, halleluja, halleluja!
Glaubensbekenntnis
Lied: EG 289, 1.5 Nun lob, mein Seel, den Herren
Predigt
Liebe diamantene Jubilarinnen und Jubilare, liebe Gemeinde!
Sie haben als ehemalige Konfi-Gruppe über Jahrzehnte den Kontakt miteinander gepflegt, und darum ist unter der Organisation von Helga Colja-Brandt eine Jubiläumsgruppe zusammengekommen. Ich weiß nicht, wie es damals für Sie war, als Sie frisch konfirmiert wurden. Da lagen die wöchentliche Konfistunde, die Gottesdienste, das Lernen und andere Aufgaben, die bewältigt werden mussten, gerade hinter Ihnen. In dieser gemeinsamen Zeit hatten Sie sich näher kennengelernt und waren als Gruppe irgendwie zusammengewachsen. Vermutlich waren Sie auch wie heutige Konfirmierte froh, als dieser zusätzliche Aufwand über 1 Jahr (oder waren es 2 Jahre?) mit der Konfirmation vorbei war.
Für die meisten kam dann Ausbildung oder später Studium, dazu auch Partnerschaft, Familie und schließlich das Berufsleben, das sich nun im Rückblick des Ruhestandes auch als eine zwar ganz wichtige, aber abgeschlossene Phase Ihres Lebens darstellt. Der Blick geht für Sie heute eher zurück. Man denkt gelegentlich über die Stationen seines Lebens nach, über die getroffenen Entscheidungen, und wo sie einem hingeführt haben. Vermutlich haben Sie sich auch schon mal die Frage gestellt: Was wäre aus mir geworden, wenn dieses oder jenes anders gelaufen, oder ich mich anders entschieden hätte. Das kann man natürlich niemals sicher beantworten.
Wenn man aber mit einer gewissen Grundzufriedenheit auf sein Leben zurückblicken kann, so dürften die getroffenen Entscheidungen nicht so falsch gewesen sein. Von der Zufriedenheit ist es dann auch nicht weit zur Dankbarkeit. Vieles war gut und hat mir geholfen, der zu werden, der ich nun bin. Bei der Dankbarkeit ist ein Aspekt besonders hervorzuheben, nämlich: Wem bin ich dankbar? Mit dem Alter und der Lebenserfahrung erscheinen manchmal Dinge in einem anderen Licht, als noch in der Jugend, wo z.B. die Eltern wie selbstverständlich für einen da waren. Aus heutiger Sicht wage ich die Hypothese: „Nichts ist selbstverständlich!“ Auch Eltern sind nicht immer gut zu ihren Kindern. Andererseits hat man in seiner Unreife die Eltern auch leicht verurteilt für ihr Verhalten, weil man nicht in ihrer Lage war, und es daher gar nicht richtig verstehen konnte. Und darüber hinaus gibt es sicherlich noch mehr „Wegbegleiter“ im Leben, denen man im Rückblick dankbar sein kann.
Und wenn man dann gedanklich noch einen Schritt weitergeht, so ist nicht übertrieben, Gott dankbar zu sein. Der Apostel Paulus stellt den Gemeindemitgliedern in Ephesus vor Augen, wofür sie Gott eigentlich dankbar sein können. Gott hat uns zunächst einmal überhaupt unser Leben geschenkt. Natürlich haben unsere Eltern uns erzeugt, aber Gott hat alles Leben geschaffen und mit seinem Geist beseelt. Das größte Wunder ist, dass wir selbständige Wesen sein können, die über ihr eigenes Leben entscheiden und selbst auswählen können. Welches Tier oder welche Pflanze kann das schon?
Das war von Anfang an Gottes Absicht und Plan. Aber die Sache hat einen Haken. Gerade weil uns Gott so viel Freiheit eingeräumt und uns zu gleichwertigen Abbildern von ihm selbst geschaffen hat, können wir ihm widersprechen und unser „eigenes Ding machen“, was nicht immer gut für uns ist. Im Rückblick auf den eigenen Lebensweg finden sich immer auch dunkle Momente, wo wir Fehler gemacht haben und andere Menschen ungerecht behandelt und ihnen Leid zugefügt haben. Aber gerade da dürfen wir Gott dankbar sein, dass er dies von Anfang an mitbedacht hat, und wir durch Jesus Vergebung unserer Schuld erfahren dürfen und „Zugang zu seiner himmlischen Welt gewährt“ bekommen, wie es Paulus ausdrückt. Der „Himmlische Vater“ behandelt uns „aus Liebe“ wie „eigene Kinder“, denen man ja auch vieles nachsieht und ihnen vergibt, weil man sie liebhat.
Liebe Jubilare, liebe Gemeinde, Dankbarkeit kann man nicht erzwingen. Man hat zwar früher von den Eltern noch gelernt, „Danke zu sagen“, wenn man etwas geschenkt bekommt, was man damals auch nicht unbedingt eingesehen hat. Heute aus „Erwachsenensicht“ erkennt man eher das Gute dahinter, sieht es positiv und ist dann wirklich dankbar für manche Unterstützung und Freundlichkeit.
Mit der Vergebung ist es da etwas schwieriger, denn wir sollen nicht nur einseitig von Gott Vergebung für unsere Fehler und Versagen von Gott erwarten, sondern uns diese „große Gnade“, wie Paulus sie nennt, zu Herzen nehmen, und dadurch auch anderen gegenüber „gnädig“ und vergebungsbereit werden.
Und noch ein letzter, aber sehr wichtiger Aspekt der Dankbarkeit, liebe diamantene Konfirmierte, ist die Hoffnung, die Sie im christlichen Glauben haben dürfen, dass auch bei weniger werdenden Möglichkeiten im Alter sich ein Horizont abzeichnet, in dem sich das eigene, gelebte Leben in Gottes ewigen Licht noch einmal in einer das Vorstellungsvermögen überschreitenden Perspektive weitet, die uns heute schon Gelassenheit und Zuversicht geben kann. Ich möchte da ein skeptisches Bild aufnehmen, und es mit dieser Perspektive verwandeln. Manche stellen sich die letzte Lebensphase wie einen Trichter vor, wo die eigenen Möglichkeiten sich immer mehr verengen bis zum Moment des Todes an der schmalsten Stelle des Trichters. Wenn aber der Tod nicht das Ende von allem sondern nur der Durchgang durch diese engste Stelle im Leben wäre und danach ein unermesslich weiter Raum voller Erfüllung und Glück folgen würde in der Gemeinschaft mit vielen anderen, die man schon längst aus dem Blick verloren hatte, und mit Gott selbst, dem Himmlischen Vater, der auf uns voller Sehnsucht lange gewartet hat. Zu schön, um wahr zu sein? Ich glaube nicht, Jesus sei Dank!
Lied: EG 334, 1-6 Danke für diesen guten Morgen
Fürbitten
Abendmahlsliturgie
Lobgebet: Der Herr sei mit euch
Gem.: und mit deinem Geiste
Erhebet eure Herzen
Gem.: Wir erheben sie zum Herren
Lasset uns Dank sagen dem Herrn, unserm Gott
Gem.: Das ist würdig und recht
Sanctus: …und bekennen ohne Ende
Gem.: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. Hosianna in der Höhe. Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herren. Hosianna in der Höhe.
Vaterunser
Einsetzungsworte: …das die Sünden der Welt trägt
Gem.: Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser! (2x)
Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, gib uns deinen Frieden!
Austeilung mit Einladung, Friedensgruß und Wort nach der Austeilung
Zwischenspiel Orgel
Segenskreis mit Diamantenen Konfirmandinnen und Konfirmanden
Lied: EG+ 37, 1.2.4 Möge die Straße uns zusammenführen
Segen
Gem.: Amen, Amen, Amen
Auszug mit Diamantenen Konfirmandinnen und Konfirmanden