Festliches Konzert des Posaunenchores Braubach
Es ist seit vielen Jahren schon Tradition, dass am vierten Advent der Evangelische Posaunenchor Braubach zur Einstimmung auf Weihnachten zum Konzert einlädt. So auch in diesem Jahr. Etwas aber war anders. In den letzten Jahren hatte stets der Männerchor Braubach, zunächst allein, später dann als Chorgemeinschaft mit unterschiedlichen Partnern die Bläser unterstützt. Diesmal wirkten neben Justus Walther (Sopransaxophon) und dem südkoreanischen Tenor Chang-Kyu Lim ausschließlich Gruppierungen der Kirchengemeinde Braubach mit: der Kirchenchor, der den gesanglichen Part übernommen hatte, der Flötenkreis und auch die Organistin. Den zahlreichen Besuchern wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten, bei dem sicherlich für jeden etwas dabei war. Für die Begrüßung und die besinnlichen Texte zwischen den Musikstücken konnte wie schon die Jahre zuvor, Markus Fischer gewonnen werden.
Der Posaunenchor eröffnete mit dem Arioso von Anne Weckeßer und dem Largo aus der Oper Xerxes von G.F. Händel und setzte mit ausgewogenem Spiel gleichmal ein Zeichen. Es folgte der Flötenkreis und bewies, dass man mit der eigentlich als einfach bisweilen auch als schnöde verrufenen Flöte durchaus schöne Musik machen kann. Mit den Altniederländischen Tänzen, der Aria Pastorella und später noch einmal mit Weihnachtlicher Musik alter Meister zeigten sie ihr Können. Durchaus zu gefallen wusste auch der Kirchenchor zunächst allein mit einigen Liedern, wie Kling Glöckchen oder auch Ein Licht in dir geborgen und später dann noch mit Feliz Navidad in harmonischem Zusammenspiel mit dem Posaunenchor. Justus Walther, bereits seit einigen Jahren gern gesehener Gast beim Weihnachtskonzert, zeigte diesmal mit We are the Champions, dass er auf dem besten Weg ist , selbst ein hervorragender Saxophonist zu werden. Leider konnte er sein zweites Stück nicht zu Ende bringen, weil die Technik nicht mitspielte. Doch der Applaus der Zuhörer half ihm sicher darüber hinweg.
Es ist bewundernswert, dass es dem Dirigenten des Posaunenchores, der auch die Gesamtleitung des Konzertes innehatte, immer wieder gelingt, hervorragende Tenöre aus seiner Heimat Südkorea zu engagieren. So wusste auch diesmal Chang-Kyu Lim mit Nella Fantasia, dem Klassiker O Holy Night und dem Mon cœur s'ouvre à ta voix aus der Oper Samson und Delilah
von C. Saint-Saens zu überzeugen. Begleitet wurde er beim letzten Stück am Klavier und von Joong Heon Yoon auf der Basstrompete. Mit der Komposition What a wonderful World zeigte sich der Posaunenchor noch moderat um direkt im Anschluss zu zeigen, dass er auch anders kann. Beim schmissig vorgetragene Stück vom kleinen zum Leben erweckten Schneemann Frosty the Snowman glaubte man förmlich, den kleinen tanzenden Schneemann vor sich zu sehen. Es folgten noch die beiden amerikanischen Dauerbrenner Last Christmas und Jingle-Bell Rock. Nicht fehlen darf natürlich bei einem Konzert in der Kirche das Orgelspiel. Diesen Part hatte Sonja Weitkamp übernommen und mit ihrem gekonnt vorgetragenen Weihnachts-Potpourri bewies sie, dass sie ihr Instrument beherrscht.
Mit dem gemeinsam von allen Mitwirkenden und Besuchern gesungenen O du fröhliche, o du selige gnadenbringende Weihnachtszeit ging das Konzert zu Ende. Sicher hatte es seinen Zweck, die Besucher auf das Weihnachtsfest einzustimmen, voll erfüllt und es wäre schön, fände es im nächsten Jahr eine Fortsetzung.